Ich unterrichte an einer 4.-6. Klasse.
Nach den Sommerferien hat meistens die 4. Klasse noch etwas Mühe sich schnell umzuziehen. Da ermuntere ich sie, etwas schneller zu machen und habe noch viel Geduld ;-).
Nun habe ich aber ein paar Mädchen (von 5. und 6.Kl.), die verschwatzen und vergessen sich immer noch! Ich habe es auch schon mit Sanduhren versucht. Leider würde es nicht nützen, sie früher aus dem Sport zu lassen, da sie das wohl auch noch schätzen würden…
Vielen Dank für deine Frage.
Eine Möglichkeit wäre es, mit den entsprechenden Kindern ein Gespräch zu führen, ihnen aufzuzeigen warum es wichtig ist, dass sie sich schnell umziehen (z.B. damit sie kein Unterrichtsstoff verpassen, die anderen nicht warten müssen etc.) und eine klares Ziel zu formulieren (z.B. 10 Minuten nach dem Turnen im Klassenzimmer sitzen). Danach hast du die Möglichkeit klare Rückmeldungen zur Zielerreichung zu geben, zu Loben wenn es klappt und die SuS können selbst auch einschätzen, ob sie das Ziel erreicht haben oder was ihnen helfen könnte dieses zu erreichen.
Besonders am Anfang könnte eine Belohnungssystem auch unterstützend wirken, vielleicht ein Glas mit Murmeln, in das jedes Mal, wenn es allen gelingt das Ziel zu erreichen, eine Murmel kommt. Ist das Glas voll, gibt es eine Belohnung für die ganze Klasse (z.B. eine Spielstunde im Turnen etc.).
Ich bin Sportlehrer, und glaube dies liegt an einem klaren wohlwollenden aber bestimmten Dialog, einige „Probleme“ die meine Kollegen haben, kenne ich nicht.
Meine Anweisungen sind stets sehr klar und bestimmt.
Ich bestimme immer einen Schüler (Herrengarderobe) und eine Schülerin (Damengarderobe) die Verantwortung übernehmen müssen, dass nichts liegen bleibt und jeder die vorgegeben Zeit einhält.
Was im Sport funktioniert, funktioniert auch im Klassenzimmer, fördern und fordern.
Als LP Stellvertreter habe ich mit dieser Philosophie immer sowohl bei den LP wie auch SL meistens sehr gute Rückmeldungen.
Ziegler Alain