Liebe/r Rosmarin
Du hast schon einige gute Ideen zum Umgang mit native speakers gesammelt; gerne füge ich unsere Überlegungen dazu noch an, da dies ein Thema ist, das oft in den methodisch-didaktischen Kursen auftaucht.
Einerseits kannst du diese Kinder teilweise das normale Programm mitmachen lassen; dies insbesondere, wenn es Aufgaben zu lösen gilt, die etwas anspruchsvoller sind (z.B. gewisse „boost“ Arbeitsblätter) und/oder in denen schon eine Differenzierung angelegt ist (dies ist besonders bei der project task der Fall, wo die Schüler/innen ja oft ein Thema auswählen und ihren Fertigkeiten/Fähigkeiten entsprechend verarbeiten und präsentieren können). Dabei kannst du von ihnen im Sinne einer Fördermassnahme durchaus auch etwas mehr verlangen, z.B. dass sie einen eigenen Text noch genauer auf die Rechtschreibung hin überprüfen. Bei der Beurteilung gilt dann aber für sie der gleiche Massstab wie für die übrigen Schüler/innen (d.h. sie werden wohl in allen vier Fertigkeiten ein „sehr gut“ erreichen); allenfalls kannst du im Beurteilungsbericht noch einen ergänzenden Kommentar anfügen.
Andererseits ist es sicher angebracht, ihnen auch weiterführende Aufgaben anzubieten. Hier scheint uns wichtig, dass du dich mit den betroffenen Schüler/innen und ihren Eltern absprichst, was sie sich vorstellen können und was das Kind interessiert. Die Idee, den/die Schüler/in punktuell als „Englischexperten“ einzusetzen, falls es er/sie diese Rolle gerne einnimmt, gehört dazu, ebenso die Idee, ihm/ihr zusätzliches (authentisches) Material und dazugehörige Aufträge anzubieten. Dies kann z.B. das Lesen eines Abenteuerromans sein, über den er/sie regelmässig berichtet, oder aber das Erarbeiten eines Sachthemas, das ihn/sie interessiert (über Bücher, Zeitschriften, Internet, …). Das Material kannst entweder du organisieren, und dann würde es sich anbieten, diese Bücher, Zeitschriften, Spiele etc. in einer kleinen „Englisch-Bibliothek“ oder „Englisch-Ecke“ zu sammeln, in der auch die anderen Kinder schnuppern können. Oder das Kind organisiert das Material selber, in dem es z.B. mit seinen Eltern in eine Bibliothek oder einen English bookstore geht – natürlich müssen die Eltern damit einverstanden sein, aber das tun sie ja oft gerne, wenn sie ihr Kind damit unterstützen können.
Ich bin gespannt auf weitere, ergänzende Ideen und wünsche dir viel Freude und Erfolg mit deiner Englischklasse,