Exkursion 2 Weltkrieg

Guten Tag

Ich bin Lehrer an der Oberstufe in Nidau und auf der Suche nach einem Tagesausflug zum Thema 2. Weltkrieg. Kennt jemand eine passende Ausstellung eines Museums, einen Rundgang einer historischen Stadt oder ein sonstiges Angebot aus dem Raum Bern/Solothurn/Aargau/Basel ? Es wäre gedacht für eine 9. Klasse im RZG-Unterricht nach den Sommerferien.

Lieber Kollege

Hier eine Handvoll Tipps, die Ihnen vielleicht weiterhelfen:

  1. Festung Vallorbe
    Das Fort von Vallorbe ist ein typisches Beispiel der vor dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Festungswerke. Es besteht aus drei autonomen Verteidigungsbunkern mit Schartenöffnungen für Maschinengewehre zur Außenverteidigung, besitzt sechs Kasematten mit Kanone oder mit Maschinengewehr, die durch unterirdische Gänge miteinander verbunden sind, Beobachtungsposten, Munitionslager, einen Maschinensaal, einen Schutzbereich für 130 Mann mit der Feuerleitstelle und Telefonzentrale, einen Operationssaal, ein Lazarett, die Küche und ihre Nebenräume, die Kantine und Schlafräume. Die gesamte Anlage ist in den Berg hineingebaut.
    Das aus taktischen Gründen (frontale Position) aufgegebene Fort befindet sich im Besitz einer Stiftung und kann in seiner Gesamtheit besichtigt werden. Das Leben im Fort wird mithilfe von Schaupuppen veranschaulicht (Kasematte mit Kanone oder mit Maschinengewehr, Beobachtungsposten, Operationssaal usw.). Eine Ausstellung von Waffen, Material und Dokumenten aus dem Zweiten Weltkrieg rundet die Besichtigung ab.

  2. Artillerie-Fort Spiez Krattigen
    Es ist noch nicht so lange her, dass die Schweiz mit den Kriegsgefahren in Europa konfrontiert war. In dieser Zeit wurde das Schweizerische Verteidigungs-Dispositiv aufgebaut und zu diesem Zweck wurde sehr stark auf den Bau von Bunker- und Artillerieanlagen gesetzt.Während dem 2. Weltkriegs (1941 - 1942) wurde in Krattigen an der Schüpfgasse 7 das Artillerie-Fort Spiez-Krattigen erstellt. Unter der Bezeichnung A1952 sind drei verbunkerte Geschütze und die Einstiegsgebäude zusammengefasst, welche sich teilweise auf Spiezer- und auf Krattiger Boden befinden. Einzig die Lüftungen verraten, dass hier unterirdisch verbundene Bunkeranlagen bestehen. Die überirdischen Anlageteile sind ausgezeichnet als Scheunen getarnt. So liess sich schon damals nicht erahnen, dass sich in dieser Anlage mit drei 10.5cm Bunkerkanonen (Typ 1935L42 auf Hebellafetten) ein gewichtiger Teil der Berner Oberländer Militäranlagen befindet.

  3. Baden
    Im Badener Schlossberg entstand nach 1960 ein gigantischer Atombunker. Eigentlich hätte er noch viel grösser werden sollen: 5000 Menschen sollten im Untergrund leben können – mit Theatersaal, Notspital und riesigen Schlafsälen.
    Ein Stück der Bunkeranlage im Schlossberg wird wieder begehbar sein, wenn im August die renovierte Tunnelgarage eröffnet wird. Durch die unzugänglichen Teile begleitet Silvia Hochstrasser auf ihren Stadtführungen (etwa «Baden und seine geheimnisvollen Keller», Tel. 056 221 11 19).

4.Landesmuseum ZH
Dauerausstellung Schweizer Geschichte

  1. Stadtmuseum Aarau
    Geschichte im Bild - der Zweite Weltkrieg
    Wie sah der Alltag in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs aus? Wie äusserten sich die Kriegsgeschehnisse in den betroffenen Ländern? Welche Bilder sind aus dieser Zeit überliefert? Die Schülerinnen und Schüler lernen das Ringier Bildarchiv als historisches Gedächtnis kennen und stöbern im Bestand «Zweiter Weltkrieg» nach interessanten Themen. Sie erhalten dabei Einblicke in die Bildanalyse und lernen so, Pressefotos als historische Quelle zu lesen.

Tagesausflug über die Schweizer Grenze hinaus:
6. Konzentrationslager Natzweiler-Struthof
Das ehemalige Konzentrationslager ist ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens und die Besichtigung sollte im Respekt vor seinen Opfern stattfinden. Für die Besichtigung der ganzen Anlage (Centre Européen du Résistant Déporté, Lager und Museum) sollten Sie 2,5 bis 3 Stunden einrechnen. Dabei benötigen Sie ca. 1,5 Stunden für den Besuch im Centre Européen, 0,5 Stunden im Museum des KZ-Natzweiler und eine Stunde für die historische Anlage.

  1. Concentrationslager Büren an der Aare – srf myschool
    1940 wurden im Concentrationslager Büren an der Aare polnische Soldaten interniert, die auf der Flucht vor dem Krieg waren. Nachdem das Lager 1942 aufgelöst wurde, brachte man jüdische Flüchtlinge in den gleichen Baracken unter. Ehemalige Internierte erinnern sich an eine bewegte Zeit.

Hinweis: Es gibt zu anderen Themen und Epochen allerdings reichere Lernorte als zum zweiten Weltkrieg.

Freundliche Grüsse
Manila