Ich bin auf der Suche nach einem Mathplan Zahlenbuch 3.Kl. und bin froh um jeden Hinweis, danke.
Liebe Zuberchristin
gerne nehme ich mich der Frage an.
Welche Ziele wollen Sie mit den Mathplänen, die sie suchen, erreichen. Geht es um eine Jahresplanung?
Vielleicht könnten wir Ihnen auch im Rahmen einer Beratung weiterhelfen und mit Ihnen zusammen einen auf die Bedürfnisse Ihrer Klasse abgestimmten Mathematikplan entwickeln.
In diesem Fall können Sie sich gerne unter Anmeldung - Weiterbildungsangebote - PHBern für eine solche Beratung anmelden.
Freundliche Grüsse
Chosun
Guten Tag
Danke füe Ihre Zeilen.
Gerade die Bedürfnisse der Klasse sind das Thema - deshalb ist die Arbeit mit Mathplänen sinnvoll, um zu individualisieren, damit jedes Kind un seinem Tempo arbeiten kann. Dazu brauche ich keine Weiterbildung, sondern handfestes Material. Leider gibt es vom Klett- Verlag zum Zahlenbuch keine Feinplanung.
Ich bin nicht mehr bereit, nach jeder Lehrmittelüberarbeitung und Neuauflage, diese selber herzustellen. Deshalb nochmals meine Frage: Gibt es neue Mathpläne? Ich bin gerne bereit, dafür etwas zu bezahlen.
Guten Tag
wenn ich richtig verstehe, arbeiten Sie in Ihrem Unterricht Mathematik-Plänen mit der Neuausgabe des Schweizer Zahlenbuchs. Der Verlag stellt für die individuellen Bedürfnisse der Lernenden entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung. Sei es …
… auf der Ebene der Jahresplanung, in dem ich dann sehe, was ich auch kürzen kann, wo ich in etwa wie lange dran bleiben soll. Diese Richtwerte helfen ja schon mal, Schwerpunkte zu setzen.
… auf der Ebene der Lernziele, in dem ich erkenne, was ich für die Stärkeren und Schnelleren verlangen kann und wo ich bei etwas ‘Langsameren’ auch weglassen kann und es nicht einholen muss.
… auf der Ebene der Differenzierungshinweise, in dem ich einen Fokus setzen kann und damit auch entlastet bin, in welchem Raum ich die meisten und wo nur einen kleinen Teil der Klasse mathematisch arbeiten lasse.
Meine Überlegung ist: ein Mathplan hat je nach Einsatzszenario ganz unterschiedliche Funktionen. Dazu muss dieser Plan meinem eigenen Unterricht, meiner Haltung, den Bedürfnissen der Kinder, der Stufe, etc. entsprechen. Der Verlag macht dort zum Glück nicht weitere Vorschläge. Ich denke, Pläne sind nicht wirklich zu standardisieren (das ist da gleichbedeutend mit einer Punktwertung dun Notenskala von Tests. Das ist so individuell - gut, wenn es keine Vorgaben hat. Und in der 3.-Klasse braucht es das zum Glück noch nicht.
Vor allem aber sind auch nicht alle Aufgaben für die Planarbeit geeignet. Mit den vorliegenden Angaben sehe ich für meinen Unterricht genügend Angaben, meinen Plan - sofern ich so arbeiten will - zu füllen.
Ich lese von Ihnen, dass Sie einen Fokus auf das Individualisieren legen. Das sehe ich auch als Kernidee des Unterrichts. Mein Zugang ist aber ein anderer: ich versuche immer wieder, gemeinsame Moment und Zeitfenster, Aufgaben und Einstiege zu ermöglichen. Da brauche ich keinen Plan - nur das oben erwähnte. Übungsphasen sind dann stark individualisiert /individualisierbar. Das kann auch via Plan gesteuert werden. Das steht bei mir an der Tafel als Orientierungshilfe.
Bin ich mit meinen Überlegungen weit weg von Ihnen oder können Sie meine Gedankengänge nachvollziehen?
Beste Grüsse
Herzlichen Dank dem edu-Support für Ihre Ausführungen!
Ich kann diese Gedankengänge nachvollziehen und handhabe es zur Zeit ohne Mathpläne.
Wissen Sie, ich habe sehr lange mehrstufig und speziell 3./4.Kl. 2stufig gearbeitet.
Folgende Gründe stellen mich vor ein Rätsel:
- Dieses Schuljahr Start mit neuem Lehrm.DEUTSCH, mit neuem Ca roule, mit der Neuausgabe des ZB Math., mit der neuen Plattform ESCOLA.
- Grosse Klasse, mit 4 Kindern, die unsere Sprache noch nicht verstehen und weiteren integr.Kindern - ohne volle IF-Abdeckung, ohne Klassenhilfe.
Kurz: Der Schulauftrag ist zu diesen Bedingungen nicht mehr gesund erfüllbar - Math-Pläne wären mir entgegengekommen. Meine stimmen leider mit der Neuauflage nicht mehr überein. Anpassungen habe ich selbstredend stets vorgenommen.
So erstaunt nicht, dass es kaum mehr Klassenlehrpersonen in meinem Alter gibt - mir scheint, heute braucht es nicht mehr wirklich die Berufserfahrung, sondern junge Leute, die mit einer Anfangseuphorie alles anpacken. Wenn’s ihnen zu anstrengend wird, wechseln sie auf die IF-Ebene (ich zitiere meine jetzige Kollegin) oder studieren einfach weiter.
Das sind keine rosigen Perspektiven für unsere Volksschule.
Durch meine Kopf-Hand-Herz-Unterichtshaltung schaffe ich es immer, die Kinder ins Boot zu holen - doch manchmal wird es intensiv, so ziemlich allein mit einer auszubildenden Mannschaft…
Nirgends in der Privatwirtschaft würde so ein Schiff gechartert.
Auch ich werde meine beruflichen Weichen anpassen - dafür nutze ich beispielsweise die unterrichtsfreie Zeit, die jetzigen Ferien.
Danke für Ihre Zeit und nochmals für Ihre Zeilen.
Freundliche Grüsse
Christin Zuber